Lehm

Seit Menschengedenken errichteten sich die Erdbewohner ihre Häuser mit am Ort vorkommenden Baumaterialien, in der Regel Lehm und Holz.
  • Lehm ist ein ökologischer Naturbaustoff.
  • Lehm ist wieder verwertbar, ist einheimisch verfügbar und braucht wenig Energie für die Verarbeitung.
  • Lehm ist somit ein Ressourcen-schonender Rohstoff.
  • Lehm ist ein sehr guter Wärmespeicher und sorgt für einen ausgeglichenen Feuchtigkeitshaushalt im Wohnraum.
  • Lehmhäuser sind auch in unserer Zeit wirtschaftlich, umweltfreundlich, gesund und behaglich.
Anforderungen an das Rohmaterial Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass das zum Bauen verwendete Rohmaterial Lehm vor Ort gefunden wird oder zumindest nahe der Baustelle bezogen werden soll. Es ist deshalb sinnvoll, die Lehmbautechnik entsprechend dem vorgefundenen Material zu wählen. Da tonhaltige Böden in verschiedenen Zusammensetzungen vorkommen, müssen sie vor der Verwendung als Baustoff auf ihre Eignung geprüft werden. Anhand dieser Prüfung kann beurteilt werden, welche Lehmbautechnik sinnvollerweise angewendet werden soll, und welche Beimengung von Zuschlagsstoffen und Zusätzen notwendig ist.

Link:
www.iglehm.ch

Lehmboden

Stampflehmboden im Wohnraum

Blosser Erdboden hat etwas Verletzliches. Verschiedene Rezepte der Oberflächenvergütung mit Wachs, Öl oder Kasein machen den Lehmboden widerstandsfähig.Damit diese Qualitätseigenschaften auch wirklich zum Tragen kommen, sind ein materialgerechter Einsatz und grosses Fachwissen bei der Anfertigung unabdingbar.

  • Der Lehmboden ist ein guter Wärmespeicher.
  • Die natürliche Oberflächentemperatur ist äusserst angenehm und lädt zum Barfuss laufen ein.
  • Fussbodenheizungen lassen sich problemlos integrieren.
  • Der Lehmboden ist ein fugenloser Bodenbelag.
  • Stampflehmböden sind feuerfest, widerstandsfähig und pflegeleicht.
  • Jeder hergestellte Lehmboden ist auf seine Weise einzigartig und je nach Erdart und Einbaumöglichkeit unterschiedlich.

    Link:
    www.ecobranchen.ch

    Stampflehm (oder Pisébauweise)

    Lehm wird in Lagen von 12-15cm in eine Schalung eingebracht und von Hand oder maschinell gestampft.

    Über Jahrtausende hinweg haben sich in den unterschiedlichsten Teilen der Welt spezifische Techniken für die Konstruktion und die Verarbeitung entwickelt, die immer eines gemeinsam hatten: Sie waren menschen- und klimagerecht, bauten auf lokal vorhandene Materialien und orientierten sich an kulturellen und sozialen Randbedingungen. Lehm war selbstverständlicher Baustoff für ganze Dörfer und Siedlungen.

    Viele Zeugen dieser Pisébauweise haben Jahrhunderte überdauert, werden wegen ihres hohen Wohnwertes gelobt und sind noch heute in tadellosem Zustand. Bei den heutigen Anforderungen an das Wohnklima drängt sich eine Kombination verschiedener Lehmtechniken auf.

    Für Minergie-Häuser eignet sich die Lehmbauweise vorzüglich als Wärmespeicher und zur Regulierung der Feuchtigkeit.

    Link:
    www.baubio.ch

    Lehmofen

    Ein Lehmgrundofen wird mit Lehmsteinen gebaut und anschliessend mit Lehm verputzt. Der Brennraum und die Rauchzüge werden mit Schamottesteinen gebaut.

    Der Grundofen erzeugt überwiegend Strahlungswärme, die mit der Wärmestrahlung der Sonne vergleichbar ist. Der Grundofen hat ein träges Wärmeverhalten, d.h. er erfordert relativ lange Anheizzeiten und hat eine sehr gute Speicherkapazität. Wenn der Ofen erst einmal warm ist, hält er die wohlige Wärme bis zu zwölf Stunden.

    Wärmeverhalten
    Die Strahlungswärme eines Grundofens wird in der Physik als Wellenstrahlung bezeichnet. Strahlung transportiert immer Energie und Impuls, sie hat also eine bestimmte Richtung. Die Wärme wird dann abgegeben, wenn sie auf einen Gegenstand trifft. Ist dieser Gegenstand im Raum der Mensch, dann ist dieser der Empfänger der Wärme.

    Link:
    www.balmeggberg.ch

    Lehmsteinbau

    Lehmziegel sind ungebrannte "Steine" aus Lehm, welche auch Lehmsteine genannt werden.
    • Lehmsteine können selbst (auf der Baustelle) hergestellt werden.
    • Lehmsteine werden maschinell produziert und werden auf die Baustelle geliefert.
    • Lehmsteine verkürzen die Trocknungszeit am Bau, da sie nach der Herstellung an der Luft getrocknet werden.
    • Einsatzbereich:
    • Nichttragende Innenwände im Neu- und Altbau.
    • Leichtlehmsteine (mit Stroh) werden zur Wärmeisolierung eingesetzt.
    • Riegelbauten (Holzständerbauten) werden mit Lehmsteinen ausgefacht.
    Link:
    www.hausinfo.ch

    Lehmputz

    Lehmputz besteht aus Ton, Sand und Schluff (Feinstsand). Er härtet durch die besonderen strukturellen Eigenschaften des Tons allein durch Verdunstung von Wasser und haftet durch mechanische Verkrallung am Untergrund. Die feinen plättchenförmigen Tonbestandteile wirken dabei als Verbund beziehungsweise als "Klebstoff".

    Zur Verbesserung der Eigenschaften wie Verarbeitbarkeit, Riß-Festigkeit, Haftung, Abrieb- und Feuchtigkeitsbeständigkeit und Oberflächenstruktur oder zur Einfärbung von Oberputzen werden dem Lehmputz je nach Einsatzbereich verschiedene Materialien beigemischt.Dazu gehören beispielsweise Farbpigmente, Gesteinsmehle wie Marmormehl, Fasern wie Zellulose, gehäckseltes Stroh oder Heu, Kuh- oder Pferdedung, Tierhaare; eiweißhaltige Stoffe wie Molke, Quark, Tierblut; Bindemittel wie Silikate oder Kalk.

    Wandheizung im Lehmputz
    • Wandheizung (oder -kühlung).
    • Die Heizung wird im Putz oder als Trockenbausystem verlegt. Bei Massivmauerwerk meist mit einer Wärmedämm-Zwischenschicht.
    • Sie wird vorzugsweise im Niedertemperaturbereich betrieben.
    • Die Wandflächenheizung strahlt die Wärme in den Raum ab vergleichbar einem Speicherofen.
    Link:
    www.wandheizung.de

    Sumpfkalkputz

    Der altbewährte Baustoff Kalk ist heute aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten wieder zu einer Selbstverständlichkeit geworden.

    Einer der besten Kriterien des Kalkes ist seine Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben. Eine vierköpfige Familie produziert durch Atmen, Schwitzen, Kochen, Duschen etwa 10 Liter Feuchtigkeit pro Tag. Einen Grossteil dieser Feuchtigkeit wird durch Lüften eliminiert, der Rest sollte das Baumaterial aufnehmen können. Kalkputze sind in der Lage, einen Liter Wasser in Dampf- wie auch in Flüssigform bei einer 3 mm Putzstärke pro Quadratmeter aufzunehmen und durch ihre schnelle Rücktrocknung auch wieder abzugeben. Die überaus schnelle Rücktrocknung ist ein entscheidender Faktor bei der Dämmung.
    Je schneller ein Baustoff trocknet, umso besser dämmt er. So trocknet ein lufthärtender Kalkmörtel zehnmal schneller aus als ein Zementmörtel.
    Da es sich beim Kalkmörtel um ein 100 prozentiges Naturprodukt handelt, ist dieser frei von chemischen und organischen Zusätzen. Er ist geruchlos und frei von allergieauslösenden Substanzen. Zudem wirkt er auf natürliche Weise pilzhemmend.

    Tadelakt Kalkputz
    Mineralischer Glanzputz für wasserfeste Oberflächen nach traditioneller marokkanischer Art. Verwendbar im Innenbereich.

    Link:
    www.gesundes-haus.ch
    www.tadelakt.de

    Pizzaofen

    Bauweise
    Das Fundament bilden in Sand gebettete große Feldsteine oder ein Betonfundament. Die Backfläche besteht aus Lehm oder Schamottesteinen. Die Wölbung des Backraumes besteht aus Ziegeln und/oder Lehm. Der gemauerte Lehmofen wird mit Strohlehm ummantelt (Isolation). Der Ofen steht unter einem Dach und hat ein Kamin.

    Solche Backöfen standen früher auf vielen Bauerngehöften. Meistens besaßen die Öfen keinen Schornstein sondern nur ein Loch im hinteren Backraum für den Abzug des Rauches. Der Ofen wurde durch ein großes Dach geschützt. Aus Brandschutzgründen befanden sie sich meist im Garten hinter dem Haus

    Pizzaöfen aus Lehm baue ich nach Ihren Wünschen und Vorstellungen.

    Lehmofenprojekte realisiere ich in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber oder auch unter Mitarbeit einer Gruppe.

    Zum Beispiel in:
  • Schulklassen
  • Heilpädagogischen Schulklassen
  • Wohngruppen
  • Familien
  • Firmen
  • Clubs
  • Link:
    www.eccoterra.ch
    Buchempfehlung:
    Kinderwerkstatt Naturfarben und Lehm (AT Verlag)

    Ein Raum zum wohnen - rund und wohl geborgen

    Der Hoganter ist ein Gebäude, dass Ihren Bedürfnissen angepasst wird. Die grösse wird mit dem Durchmesser bestimmt, die Höhe ergibt sich nach dem goldenen Schnitt. Ein Wohnraum, wird auf ein solides Fundament gebaut. So schützt der Hoganter vor Wind und Wetter. Es kann auch ein temporärer Wohnraum entstehen. Dieser punktet mit seiner Leichtigkeit und Mobilität. Der Hoganter ist in der grösse sehr flexibel er kann von 4 bis 12 Meter im Durchmesser gebaut werden. Bei einem Durchmesser von 10 Meter ergibt sich eine Grundfläche von 78 Quadratmeter.

    Anwendungsgebiet
    Wohnhaus, Gartenhaus, Lehmsauna, Seminar und Gemeinschaftsräume

    Form
    Der Grundriss basiert auf einem Kreis. Die gebogenen Balken enden in der Mitte zu einem Spitzbogen. Möglichkeit besteht mit einer Lichtkuppel den Innenraum zu erhellen. Die runde Bauform ist selbst tragend und hält auch Stürmen stand. Das Leben ist nach innen gerichtet, zum Wohnen und Leben.

    Hoganter verwirklicht den Ansatz; einfach und günstig zu bauen.

    Link:
    www.hoganter.ch

    Mein Profil

    Kundenmaurer
    Lehmbauer

    Erste Bauerfahrungen bei meinen Eltern auf dem Bauernhof.
    Nach der Berufslehre als Maurer in Brugg AG folgt:
    - Umbau Bauernhaus in Schwaderloch AG
    - Gesamtrenovation Altstadthaus in Laufenburg AG
    Mehrjährige Tätigkeit als Kundenmaurer.
    1991-2005 Mitarbeiter Berghof Stärenegg, Trubschachen:
    Verantwortlich für Bauausführungen, Landwirtschaft, Betreuung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen.
    2005 Gründung Einzelfirma Adobe Bau.
    Lehmbau und Arbeiten mit Kalk stehen im Vordergrund.

    Weiterbildungen
    Paulus Johannes Lehmann Achberg, Lindau/Bodensee, Lehmbaukurs 1989
    Martin Tscharner, Adliswil, Holzständerbau mit homogener Lehmsteinaussenwand 1991
    Ronald Werthmüller, Thun, Hauserweiterung mit Massivlehmmauer 1993
    Laufend verschiedene Lehmbaukurse des Fachverbandes

    Meine Arbeitsmotivation
    Natürlich bauen und leben mit Naturbaustoffen.
    Eine gesunde Wohnumwelt für den Umwelt bewussten Bewohner realisieren.
    Gestaltung von ansprechendem Wohnraum, in dem sich der Bauherr und die Bauherrin wohl fühlen.

    Mitgliedschaften:
    www.iglehm.ch Fachverband der Lehmbauer
    www.baubio.ch SIB Baubiologie

    Ich freue mich auf Ihre Zusammenarbeit.

    Presse

    Wochenzeitung vom 09.07.2009
    Ein Brotbackofen nach der Philosophie der Permakultur

    Wochenzeitung vom 22.11.2007
    Uralten Baustoff neu entdecken

    Kontakt

    Franz Kloter
    Adobe Bau
    Dorfstrasse 5
    3550 Langnau i.E

    Mail:
    franz.kloter@lehmimhaus.ch
    Festnetz:
    034 495 65 56
    Mobil:
    079 545 14 04